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Der Bauer und der Abt (2006) |
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Geschrieben von Pfr. Winfried Abel
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Montag, 1. Januar 2007 |
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Seite 1 von 3 Der Bauer und der Abt
Das Hochstift Fulda im Jahre 1649
von Winfried Abel
Dieses Festspiel entstand zur 650-Jahrfeier des Dorfes Heubach im Fuldaer Land und wurde im Juni 2006 in Heubach uraufgeführt. Eine alte Legende bot das Sujet. Die Handlung spielt am Ende des Dreißgjährigen Krieges. Damals findet eine französische Prinzessin auf dem Weg nach Bayern, wo sie den Herzog Arnulf heiraten soll, in Heubach wegen eines Radbruchs Herberge. Dort verliebt sich die attraktive Isabelle von Condé in den jungen Schultheißen Hans Manns, der als Landsknecht nach langer Irrfahrt durch Europa endlich in seine Heimat zurückgekehrt ist und nun den Wiederaufbau des völlig zerstörten und geplünderten Dorfes vorantreibt. Es kommt nach großen Schwierigkeiten - Standesunterschied und Konfessionsverschiedenheit - zu einem glücklichen Ende: beide werden ein Paar.
Das Stück ist ein Plädoyer für die Einheit der Kirche inmitten dieser zerrissenen Welt. Der Abt von Fulda, Joachim von Gravenegg, findet für den evangelischen Schultheißen und die katholische Prinzessin einen Weg, der auch heute vorbildlich für die Ökumene ist.
Selbstverständlich gibt es in dem Stück auch eine närrische Figur, den Diener des Abtes Johann, der sich immer wieder erdreistet, unverblümt die Wahrheit zu sagen. - In einer Nebenrolle tritt der windige Salentin von Sinzig auf, der tatsächlich im 17. Jahrhundert eine unselige Rolle im Hochstift Fulda gespielt hat. Er wird wegen seiner Intrigen und Verbrechen der gerechten Strafe überstellt. Hans Manns wird dagegen in den Adelstand erhoben und zum Landeshauptmann des Hochstifts ernannt. Mit seiner französischen Frau Isabelle von Condé kann er noch viele Jahre segensreich in Heubach und im Hochstift Fulda wirken.
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