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Gemeindebrief 02/07 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pfr. Winfried Abel   
Mittwoch, 7. Februar 2007

Liebe Gemeinde!

Die närrischen Tage streben ihrem Höhepunkt entgegen. Fastnacht ist eine merkwürdig "katholische" Erscheinung, deren Ursprung im Dunkel der Geschichte liegt. Wir wissen von dem heidnischen Treiben, von Mummenschanz, von Ausgelassenheiten und Tollereien zur Zeit der Sonnenwende, wie sie Bonifatius in unserem Lande vorfand und bekämpft hat. Die Fastnacht war nicht totzukriegen.
Also verwandelten die Christen sie in die fröhlichen Tage vor der ernsten Fastenzeit. Gefastet wurde mit aller Konsequenz, wie man es heute nicht mehr kennt. Allenfalls die Modeerscheinung des Heilfastens erinnert noch daran, - doch diese ist schon längst ein Bestandteil der Wellness-Gesellschaft geworden, deren Götze die Gesundheit ist. – Um Gottes willen Verzicht zu leisten, - das steigert die geistige Aufmerksamkeit, macht fähig zu hören und reinigt die Gedanken.
Der Verzichtende erlangt eine größere Freiheit – sowohl von den versklavenden Trieben wie auch für eine flexiblere Fähigkeit selbstloser Hingabe und Liebe. In der Fastenzeit den Konsum einzuschränken, ist dringend zu empfehlen. Das Fernsehen ausschalten und mit den Kindern spielen, eine heilsame Übung für Eltern; das Fernsehen ausschalten und seine kreativen Kräfte fördern, eine ebenso heilsame Übung für die Kinder.
Wir bieten in der Fastenzeit am Neuenberg ein Glaubensseminar an. Thema: "Viele reden – einer ruft".
Es geht dabei um die Grundlagen unseres Lebens: "Wozu bin ich da?" und "Wohin geht die Reise?" Ich möchte die Gieseler und Neuenberger sehr herzlich einladen, die Fastenzeit zur Erneuerung Ihres Glaubenswissens zu benutzen, damit sie mit noch größerer Freude Ostern feiern können.
Das wünscht Ihnen von Herzen


Ihr Pfarrer

 

 

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