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Gemeindebrief 03/07 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pfr. Winfried Abel   
Mittwoch, 28. Februar 2007
Liebe Gemeinde!

Das Generalthema, das zurzeit die Gemüter bewegt, heißt "Familie". Auch unser Bischof hat seinen diesjährigen Fastenhirtenbrief diesem Thema gewidmet. Es ist nicht verwunderlich, dass verschiedene politische und kirchliche Gruppen zu verschiedenen, zum Teil sich widersprechenden, Ergebnissen kommen. Hier geht es – wie auch in der Mathematik – nicht allein um das folgerichtige Denken, sondern um den richtigen Ansatz des Denkens. Wir müssen uns nicht wundern, dass eine mehr und mehr zur Gottlosigkeit neigende Gesellschaft nur noch pragmatisch denkt, etwa: es gibt einen hohen Prozentsatz an alleinerziehenden Vätern und Müttern, - also… Oder ideologisch gesagt: Mann und Frau sind in ihrer Rolle austauschbar; die Frau muss endlich aus ihrem Nischendasein befreit werden, - also…
Wer versteht noch den christlichen Ansatz, der, von Pragmatismus und Ideologie gereinigt, allein nach dem Entwurf des Schöpfers fragt? Hat sich nicht Jesus schon zu seiner Zeit mit den Pragmatikern herumgestritten, die auf den alten Brauch der Ehescheidung hinwiesen, - indem ER auf den Ursprung des Menschen und den Schöpferplan Gottes hinwies: "Am Anfang aber war es nicht so…!?" (Mt.19,8). Dieses "Aber" gilt es zu bedenken! Sollten wir alle Zehn Gebote über Bord werfen, weil – pragmatisch betrachtet – keiner sie halten kann? Jesus sagte einmal: "Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat." (Mk.2,27). Gilt das nicht auch hier?: "Die Arbeitswelt soll der Familie dienen, nicht die Familie der Arbeitswelt!" – Darum brauchen wir familiengerechte Arbeit und keine arbeitsgerechten Familien (Bischof Mixa). Wehe, wenn die einsamen Rufer in der Wüste mundtot gemacht werden!

Das sagt Ihnen aus Überzeugung
Ihr Pfarrer

 

 

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