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Liebe Gemeinde
Am 16. April vollendete Papst Benedikt sein 80. Lebensjahr. Die Anteilnahme aus aller Welt, besonders aber aus seinem Heimatland, war groß. Wer diesen bescheidenen, eher unaufdringlichen Mann betrachtet, der die Großen dieser Welt an Intelligenz – an Güte ohnehin – weit überragt, der kann die dem Mittelalter entlehnten Argumente, die die Gegner der Kirche immer noch gerne bemühen, getrost beiseite tun. – "Der Papst ist unfehlbar, - also kann er auch das Wetter vorhersagen!" Solche dümmlichen Plattheiten sind ohnehin keiner Diskussion würdig. Christus hat Seiner Kirche die Garantie gegeben, in der vollen Wahrheit zu bleiben und darin zu wachsen. Diese Zusage ist nicht an die Bibel geknüpft, sondern an die Felsennatur der Kirche, der auch die Bibel ihre Inspiration verdankt. Diese "Petrushaftigkeit", durch den Heiligen Geist bewirkt, ist der ganzen Kirche zu eigen und wird durch den Inhaber des Petrusamtes (Papst) lediglich repräsentiert. Der Papst kann also nur lehren, was die Kirche von Anfang an bis heute geglaubt hat. Er ist in allem, was er sagt und tut, dem Herrn der Kirche, Christus selbst, verpflichtet. Insofern muss der Papst der Gehorsamste unter den Gehorsamen sein. Wenn Paulus sich nicht als Herr des Glaubens, sondern als Diener der Freude (2Kor.1,24) bezeichnet, dann trifft das in besonderer Weise auf den Papst zu. – Ich habe noch nie einen Amtsträger der Kirche erlebt, der ganz frei von Ambitionen, Selbstgefälligkeit und Ehrgeiz war – allesamt Hindernisse für segensreiches Wirken. Dieser 80-jährige Papst, der nie ein Amt in der Kirche erstrebt hat, hat das alles weit hinter sich gelassen. Ihm können Sie – nicht nur aufgrund seines Amtes, sondern auch aufgrund seiner beeindruckenden Menschlichkeit, freien Herzens vertrauen.
Ihr Pfarrer
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