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Gemeindebrief 05/10 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pfr. Winfried Abel   
Dienstag, 1. Juni 2010

 

 

Liebe Gemeinde!

Wissen Sie, was der Sinn Ihres Lebens ist? – Bevor Sie weiter lesen, halten Sie bitte einen Moment inne und versuchen Sie sich selbst eine Antwort zu geben…. -
Eine Begebenheit aus dem Leben des russischen Heiligen Seraphim von Sarow (+1833) gibt Ihnen dann die richtige Antwort.

Einst besuchte der Großgrundbesitzer Nikolai Alexandrowitsch den Einsiedlermönch Seraphim und dieser sprach ihn an: "Der Herr hat mir offenbart, dass Ihr schon in Euren Knabenjahren unbedingt erfahren wolltet, was das Ziel unseres christlichen Lebens sei, und Ihr habt des öfteren viele bedeutende geistliche Persönlichkeiten darum befragt. Niemand aber hat Euch hierüber etwas Bestimmtes gesagt. Man sagte Euch: Geh zur Kirche, bete zu Gott, erfülle die Gebote Gottes, tue Gutes, - da hast du das Ziel des christlichen Lebens! – Ich, der armselige Seraphim, will Euch auseinandersetzen, worin dieses Ziel nun wirklich besteht.
Gebet, Fasten, Wachen und alle anderen christlichen Werke mögen an und für sich noch so gut sein, aber das Ziel unseres Christenlebens sind diese Werke nicht Das wahre Ziel unseres Lebens besteht vielmehr in dem Erwerben des Heiligen Geistes Gottes."

Ehrlich! Hätten Sie diese Antwort erwartet? Sie ist so einleuchtend wie einfach! Die große Katastrophe, die am Anfang der Menschheit stand, die wir "Sündenfall" nennen, war nichts anderes als der Verlust der Lebensatmosphäre Gottes. Seitdem atmet der Mensch nicht mehr göttliches, das heißt ewiges Leben, sondern den Todeshauch der Sterblichkeit. Unglaublich, dass die Menschen sich dabei vorlügen, ihre Sterblichkeit sei – bei gutem Essen und Trinken - "Lebensqualität"!

Das wahre göttliche Leben, das den Menschen zum Menschen macht, hat Christus zur Erde zurückgebracht. Er hauchte der toten Menschheit wieder Heiligen Geist ein und schenkte uns göttliche Lebensqualität zurück.
Haben Sie da noch Angst vor Rezession, Inflation und Geldverlust? Ich nicht! …Doch was die Kirche heute dringend braucht, ist nicht die Aufhebung des Zölibats sondern den Heiligen Geist und ein neues und dauerhaftes Pfingsten!

Ihr Pfarrer


 

 

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