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Gemeindebrief 08/07 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pfr. Winfried Abel   
Dienstag, 19. Juni 2007

 

Liebe Gemeinde!

Die hohen Feste des Kirchenjahres sind gefeiert. Das Fronleichnamsfest war der letzte große Höhepunkt. Die Monstranz, die durch die Straßen unserer Gemeinde getragen wurde, ist sicherlich ein ermutigendes Zeichen dafür, dass Christus uns nicht nur in den Kirchen und Gottesdiensten begegnet, sondern auf den Straßen und Plätzen, in unseren Häusern und auf den Feldern und Fluren. Aus diesem Grund haben in katholischen Landen gläubige Christen zu allen Zeiten Wegkreuze, Bildstöcke und Kapellen erbaut, um zu zeigen, dass Christus und Seine Heiligen an allen Orten gegenwärtig sind und ihr hilfreiches Regiment ausüben. Der Himmel ist mit der Erde verbunden.

Was wir Christenmenschen allerdings weniger bedenken, ist, dass wir selber "Monstranz" sein sollen. Das Wort leitet sich ab vom lateinischen "monstrare"-zeigen.

Man stelle sich folgende Situation vor: ein ungetaufter Nachbar, frisch aus Halle/Saale zugezogen, sieht Sie mit dem Gesangbuch in der Hand Ihren sonntäglichen Kirchgang machen. Er fragt Sie, warum Sie an Gott glauben und woran man erkennen könne, dass es Gott gibt oder dass Jesus lebt.
Was werden Sie darauf antworten? "Lies die Bibel!"? "Kauf Dir einen Katechismus!"? "Geh in die Kirche und stell Dich vor den Tabernakel!"? Das alles wird den Nachbarn nicht überzeugen. Doch wenn Christus durch Ihr Leben sichtbar wird, dann wird es ihn überzeugen.

Es gib ein Sprichwort: "Rede nicht viel über Christus, sondern lebe so, dass man Dich nach IHM fragt." Oder anders: wenn der Nachbar Ihre Lebensführung sieht, dann wird er vielleicht sagen: "Wenn ein Christ schon so gut ist, wie gut muss erst Gott sein!" Eine "Monstranz" zeigt immer auf Christus hin.

Ihr Pfarrer


 

 

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