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Liebe Gemeinde!
Mit dem Erscheinen dieses Pfarrbriefs beginnt auch die Ferienzeit. Die Schule macht große Pause, und viele Familien machen sich mit ihren Kindern auf die Suche nach einem Platz an der Sonne.
Auch in den Pfarreien wird es stiller. Urlaub ist zwar nicht der Sinn unsers Lebens, aber er kann das Leben sinnvoller machen, - vor allem, wenn die Zwänge des Alltags entfallen und die Seele frei aufatmen kann.
Die Abgangsklasse der Bardoschule stellte ihren Gottesdienst zum Schuljahresende unter das Thema "Mach doch mal Urlaub, lieber Gott!" Der beflügelnde Gedanke war: es müsse doch schön sein, einmal ganz frei zu sein, alle einengenden Grenzen zu sprengen und unbeobachtet von dem stets wachsamen Auge Gottes einfach zu tun, was einem gefällt…"
Doch schon bald kamen den Schülern Zweifel: was aber geschieht, wenn Gott seine schützende Hand von uns zurückzieht?
Gott macht keinen Urlaub, Gott sei Dank! Sonst könnten wir keinen Urlaub machen. Ohne IHN möchte ich mich in kein Auto setzen, mit keinem Flugzeug fliegen und in keine Seilbahn steigen. ER ist ja die Luft, die wir atmen, die Sonne, die uns scheint, der Boden, der uns trägt. Nein, Gott macht keinen Urlaub von den Menschen. Aber auch wir können keinen Urlaub von Gott machen. ER ist unsere zweite Natur, unser eigentliches ICH!
Wer seinen Urlaub benutzt, um sich zügellos auszuleben und abseits von den beobachtenden Blicken der gewohnten Umgebung den dunklen Mächten seines Wesens die Herrschaft zu überlassen, der wendet sich gegen seine eigene Natur. Urlaub braucht der Mensch, gerade in diesem Freiraum sollte er zu sich selbst finden. -
Drei Wünsche gebe ich Ihnen mit: Erholen Sie sich an Leib und Seele! Kommen Sie wohlbehalten wieder nach Hause! …und bleiben Sie im Gespräch mit IHM!
Ihr Pfarrer
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