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Liebe Gemeinde!
Der November lässt seine Nebelschwaden über das Land ziehen. Die Blätter an den Bäumen färben sich bunt und fallen zu Boden, es wird kalt und frostig. Die Natur stirbt ihren jährlichen Tod.
Wir stehen an den Gräbern unserer Verstorbenen, die Vergänglichkeit des irdischen Lebens wird uns bewusst. Melancholie und Schwermut bedrängen das Gemüt. Manch einer spürt eine gewisse Lebensmüdigkeit. -
Vor wenigen Tagen standen wir mit einer kleinen Gruppe aus unserer Gemeinde an den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus. Über ihnen erheben sich die beiden großen Basiliken St. Peter mit der Kuppel Michelangelos und St. Paul vor den Mauern Roms.
Die Symbolsprache dieser prächtigen Bauwerke haben wir verstanden. Hier handelt es sich nicht um riesige Mausoleen, die irgendwelche Toten beherbergen, sondern um die Kirche Christi, die durch das Lebenszeugnis der Apostel und unserer Glaubensväter aus lebendigen Steinen besteht und sich immer weiter über den Erdkreis ausbreitet.
Das "Heimatgefühl", das wir beim Besuch der großen Patriarchalbasiliken empfanden, rührte einfach daher, dass wir uns selbst als kleine Mosaiksteine in dem bunten Bild der Kirche empfinden durften.
Dabei war uns ebenso klar, dass es einst – vor ziemlich genau 500 Jahren – wegen des Baus der Petersbasilika zur abendländischen Spaltung der Kirche kam, die bis heute eine blutende Wunde darstellt.
Anderseits waren wir uns dankbar bewusst, dass "Kirche" immer auch "Gemeinschaft der Heiligen" bedeutet.
Wir stiegen hinab in die Katakombe der Generosa, in der die Gebeine der Fuldaer Stadtpatrone ruhen. Nirgends – auch nicht angesichts der Skelettreste der Toten – erfasste uns das kalte Grausen ob der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Denn in jeder Eucharistiefeier erlebten wir Himmel und Erde vereint. Der Leib Christi besteht aus der riesigen Zahl der verherrlichten Glieder, den Heiligen, und aus uns wenigen, - die noch im "Wartezustand" sind.
Da müssen keine düsteren herbstlichen Gedanken aufkommen. Frühlingsgefühle sind angesagt! Die Kirche – und wir alle – gehen besseren Zeiten entgegen.
Ihr Pfarrer
Achtung! Neue Gottesdienstzeiten 2010
Dem letzten Pfarrbrief waren Fragebögen beigefügt, die von den Gemeinden Giesel und Neuenberg die am meisten favorisierten Gottesdienstzeiten erkunden sollten.
In einer gemeinsamen Sitzung der beiden Pfarrgemeinderäte am 26. Oktober wurden diese Fragebögen ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass in beiden Gemeinden nach Sonntag-Vorabendmessen verlangt wird, dass die ältere Generation an Sonntagen frühere Gottesdienstzeiten bevorzugt, die jungen Familien mit Kindern dagegen die Gottesdienste zu einer späteren Zeit wünscht (für künftige Familiengottesdienste von wichtiger Bedeutung).
Die Vertreter der beiden Gemeinden waren sich einig darin, dass alle Wünsche der Befragten unmöglich erfüllt werden können. Z.B. kommt an Sonntagen 9,30 Uhr als Gottesdienstzeit nicht in Frage, weil dann die andere Gemeinde ihre Eucharistiefeier erst um 11,00 Uhr feiern könnte, - was den meisten Befragten wiederum zu spät ist.
So haben wir uns mit großer Mehrheit zu einem Kompromiss durchgerungen, der in anderen Gemeinden auch praktiziert wird:
Ab 1. Januar 2010 werden – wöchentlich wechselnd! – in der einen Gemeinde die Sonntag-Vorabendmesse plus 9,00-Uhr-Sonntagsgottesdienst, in der anderen Ge¬meinde nur der 10,30-Uhr-Sonntagsgottesdienst angeboten.
Die Vorabendmessen werden in Neuenberg um 17,00 Uhr, in Giesel um 18,00 Uhr sein.
Praktisch sieht das so aus:
1. Woche:
St. Andreas: Samstag, 2. 1.2010, 17,00; Sonntag, 3.1.2010, 9,00 Uhr
St. Laurentius-Giesel: Sonntag, 3.1.2010, 10,30 Uhr
2. Woche:
St. Laurentius-Giesel: Samstag, 9. 1.2010, 18,00; Sonntag, 10.1.2010, 9,00 Uhr
St. Andreas: Sonntag, 10.1.2010, 10,30 Uhr
usw. usw……..
Bitte beachten Sie ab Januar 2010 immer die Gottesdienstzeiten im Gemeindebrief!
Ihr Pfarrer Winfried Abel
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