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Gemeindebrief 10/08 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pfr. Winfried Abel   
Montag, 27. Oktober 2008

 

Liebe Gemeinde!

Mit dem November neigt sich das Kirchenjahr dem Ende zu. Die Vergänglichkeit des Irdischen ist das Markenzeichen dieses Monats. Die Menschen besuchen die Friedhöfe und schmücken die Gräber Ihrer Angehörigen. Das Gedächtnis der Verstorbenen ist ein guter, alter Brauch, der einhergeht mit der Hoffnung auf das ewige Leben. Nicht Trauer sondern Zuversicht erfüllt den gläubigen Christen.

Das Halloween-Treiben dagegen symbolisiert die Rückkehr der heidnischen Angst. Wir Christen beschwören keine Totengeister sondern feiern das Fest Allerheiligen. Unser Blick richtet sich also über die Gräber hinaus auf den "Ort" unserer endgültigen Bestimmung. "Richtet euren Sinn auf das Himmlische, nicht auf das Irdische" ermahnt der hl. Paulus die Kolosser. (Kol.3,2). Das gilt nicht nur für Menschen in Krankheit und Altersbeschwerden, sondern für Jung und Alt und für alle Lebenssituationen. Denn die wahre Begriffsbestimmung eines Christen heißt: Ausschau halten nach Christus.

Das Fest Allerheiligen soll uns wieder daran erinnern: wir alle sind berufen zur Heiligkeit – schon in diesem Leben. Die grossen Heiligengestalten des Novembers – Martin von Tours, Elisabeth von Thüringen und der Apostel Andreas – sind lediglich exemplarische Menschen, die uns Mut machen wollen, mit ganzer Konsequenz unser Leben Christus zu weihen. Die Heiligenverehrung der Kirche hat darin ihren eigentlichen Sinn, uns Vorbilder des Glaubens vor Augen zu stellen, die uns helfen, fröhlichen Herzens Christus zu dienen.

Am Vorabend zum Fest unseres Kirchenpatrons Andreas werden 36 Jugendliche der St. Andreas-Gemeinde das Sakrament der Firmung empfangen. "Firmung" heißt "Festigung". Der Glaube der jungen Menschen soll eine Immunisierung gegen alle modernen geistigen Krankheiten erfahren. Die Jugendlichen sollen in die Lage versetzt werden, ein offensives Leben als Christen zu führen – gegen alle zersetzenden Modeströmungen unserer Zeit. Dadurch werden sie zu Überwindern. Sterblichkeit wandelt sich in Unsterblichkeit. Der November gibt den Blick frei in ein Leben voller Glück und Freude. - 

Ihr Pfarrer 

 

 

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