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Gemeindebrief 12/07 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pfr. Winfried Abel   
Donnerstag, 27. September 2007

 

Liebe Gemeinde!

Wenn in den nächsten Tagen die Herbstferien beginnen, macht sich eine kleine Gruppe aus unserer Gemeinde auf den Weg nach Assisi. Dieses kleine Städtchen in Umbrien hat eine einzigartige Ausstrahlung, die nicht einmal die Ewige Stadt Rom besitzt. Grund dafür ist der Mann, der dort vor 800 Jahren lebte und durch sein Leben die Welt verändert hat: Giovanni (Johannes) Bernadone, den die Eltern liebevoll den "kleinen Franzosen" nannten, - Francesco, - wir kennen ihn als Franz von Assisi.

Durch ihn wurde die kleine Stadt am Fuß des Monte Subasio in mancher Hinsicht bedeutsamer als Rom. Das liegt daran, dass Franziskus nicht nur von Christen aller Konfessionen, sondern von allen religiösen Menschen anerkannt wird.

Das war auch der Grund, warum Papst Johannes Paul II. in den Jahren 1986 und 2002 die Vertreter aller Religionen zum Weltgebetstreffen nach Assisi eingeladen hat. Von Assisi aus sollte die Botschaft in alle Welt gehen, dass sich kein Mensch mehr anmaßen dürfe, seine Religion – welcher Art auch immer sie sei – zum Vorwand für Krieg, Terrorismus oder andere Gewaltanwendung zu missbrauchen. –

Franziskus hatte einst Frieden mit Gott, mit den Menschen und mit der ganzen Schöpfung gemacht. Wir nennen diesen Vorgang schlicht "Bekehrung". Diese Bekehrung gab ihm die Vollmacht, Frieden zu stiften. Bekannt ist die tiefsinnige Legende von dem raubgierigen Wolf, der für die Bewohner des kleinen Städtchens Gubbio ein Schrecken war. Mit ihm schloss Franziskus einen Friedensvertrag, den der Wolf dadurch besiegelte, dass er seine Pfote zahm und brav in die Hände des Heiligen legte. -

Unsere kleine Pilgerfahrt möge ein wenig von der Herzensglut des heiligen Franziskus in unsere Gemeinde tragen. Das wünscht sich:

Ihr Pfarrer


 

 

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